Nikkei & Co: Tokio kaum verändert - Rakuten im Fokus

Berichte über Rakuten, demzufolge der Online-Händler in das Mobilfunkgeschäft einsteigen will, lassen Telekommunikations-Aktien in Tokio sinken. Der Nikkei verliert im Mittagshandel am Donnerstag 0,1 Prozentpunkte.

Tokio. Die Aktienmärkte in Tokio haben am Donnerstag wenig verändert tendiert. Im Mittelpunkt standen Telekom-Unternehmen, nachdem der Einzelhändler Rakuten angekündigt hatte, in das Mobilfunkgeschäft einsteigen zu wollen.

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US-Notenbank erhöht Leitzins wie erwartet

WASHINGTON - Die US-Notenbank Fed hat ihren Leitzins wie erwartet zum dritten Mal im laufenden Jahr angehoben und auch im kommenden Jahr drei Zinserhöhungen in Aussicht gestellt. Die Fed Funds Rate steige um 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne von 1,25 und 1,50 Prozent, teilte die Fed am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte und Anleger an den Finanzmärkten hatten mit dieser Entscheidung gerechnet. Dies ist die fünfte Erhöhung seit der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise.

Für die Zinserhöhung stimmten insgesamt sieben Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses. Gegen die Entscheidung stimmten die Währungshüter Charles Evans und Neel Kashkari. Beide sprachen sich für unveränderte Zinsen aus.

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Warum der Bitcoin-Boom die globale Energiewende bedroht

Erstmals haben Bitcoins die 15.000-Dollar-Marke durchbrochen. Eine Schattenseite der steigenden Nachfrage: Die Produktion der virtuellen Währung verbraucht enorme Strommengen, die mithilfe mongolischer Kohle erzeugt werden.

Es fehlt nicht mehr viel, dann verbraucht die Bitcoin-Welt für die Produktion ihrer virtuellen Währung so viel Strom wie die gesamte dänische Volkswirtschaft. Auf 32,4 Terawattstunden schätzt der "Digiconomist" Alex de Vries den Jahresverbrauch, Stand Mittwoch. Dänemark konsumiert 33 Terawattstunden im Jahr. Vor zwei Wochen zeigte der "Bitcoin Energy Consumption Index" 29,5 Terawattstunden an, immerhin schon so viel wie Marokko. Noch im Sommer kursierten Warnungen, Bitcoin könne bald so energiehungrig werden wie Dänemark - allerdings erst im Jahr 2020.

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Deutsche Wirtschaft wird ungeduldig und fordert rasche Regierungsbildung

Das zähe Tauziehen zwischen Union und SPD bereitet der deutschen Industrie zunehmend sorgen. Die Unternehmen erwarteten Klarheit, warnt BDI-Präsident Kempf – und nennt sogleich drängende Projekte.

Die deutsche Wirtschaft wird wegen der sich dahinziehenden Regierungsbildung in Berlin langsam ungeduldig. „Wir müssen wissen, wohin die Reise geht“, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Die Wirtschaft braucht eine handlungsfähige und stabile Regierung. Je schneller, umso besser.“ Er forderte Initiativen zum Ausbau der digitalen Infrastruktur, für die Förderung von Forschung und Entwicklung sowie den freien Welthandel.

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Soziale Netzwerke: Emotionen entscheidend für Verbreitung von Inhalten

Was geht viral? Für politische Posts in sozialen Netzwerken haben Forscher eine Antwort gefunden. Ein Ergebnis auch: Die hohe Reichweite beschränkt sich hauptsächlich auf Menschen mit ähnlichen Ansichten.

New York/Indiana (dpa) - Manche Posts mit politischem Inhalt gehen in sozialen Netzwerken viral, andere erzielen kaum Reichweite - warum? Wissenschaftler haben zur Klärung 560 000 Beiträge beim Kurznachrichtendienst Twitter analysiert. Ihr Ergebnis: Tweets mit moralisch-emotionalen Wörtern wie «Pflicht», «Angst» oder «Gier» erzielen eher eine besonders hohe Reichweite. Pro Wort aus dieser Kategorie würden sie bis zu 20 Prozent häufiger geteilt als Tweets mit vergleichbarem Inhalt ohne emotional-moralische Begriffe, berichten die Forscher in den «Proceedings» der US-nationalen Akademie der Wissenschaften (PNAS).

Politische Beiträge in sozialen Netzwerken könnten den Verlauf historischer Ereignisse beeinflusst haben, darunter die letzte US-Wahl und den Arabischen Frühling, erklären die Wissenschaftler um William Brady von der New York University. Deshalb sei es wichtig zu verstehen, warum sich welche Nachrichten besonders stark verbreiten.

Die Wissenschaftler konzentrierten sich auf drei Themen, die in sozialen Netzwerken in den USA besonders kontrovers diskutiert wurden: Waffenkontrolle, Klimawandel und gleichgeschlechtliche Ehen. Sie analysierten die Tweets mit speziellen Wörterbüchern auf Begriffe hin, die sie entweder dem Bereich Moral (Wörter wie Pflicht) oder Emotion (Angst) zuordneten. Wörter wie Gier, die beide Anteile enthielten, kategorisierten sie als moralisch-emotional.

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