Einwanderer beleben das Gründungsgeschehen

21% der rund 868 000 Gründer, die im Jahr 2013 eine Selbstständigkeit begannen, sind Einwanderer, haben also ausschließlich eine ausländische Staatsangehörigkeit oder die deutsche Staatsbürgerschaft erworben. Einwanderer tragen somit, wie in früheren Jahren auch, etwas mehr zum Gründergeschehen bei als es ihrem Anteil an der Bevölkerung entspricht (18%).

Sie gründen dabei häufiger mit Mitarbeitern: Im Durchschnitt der Jahre 2008–2013 beschäftigten 42 % von Anfang an Mitarbeiter, während dies nur für 29% aller Gründer gilt. „Die Gründungsprojekte von Einwanderern sind für das Gründungsgeschehen in Deutschland von wesentlicher Bedeutung. Die Mehrheit der Einwanderer gründet aufgrund einer konkreten Geschäftsidee und bringt damit auch häufiger eine Marktneuheit mit an den Start“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW über die Ergebnisse einer Studie mit Daten des KfW-Gründungsmonitors. „Gut jeder vierte der gründenden Einwanderer startete im Handel. Es ist anzunehmen, dass viele über gute Kenntnisse ihrer Heimatmärkte verfügen und bei günstigen Geschäftsgelegenheiten deshalb im Handel aktiv werden."

Personen mit früherer (bei Einbürgerung) oder aktueller türkischer Staatsangehörigkeit sind bei Einwanderern am stärksten unter den Gründern vertreten (Ø 2008–2013: 21%). Auch auf Gründer mit früherer oder aktueller russischer (10%), polnischer (7%) oder italienischer (5%) Staatsangehörigkeit entfallen relativ hohe Anteile; dabei entsprechen die Relationen ungefähr auch ihren Bevölkerungsanteilen.

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Weibliche Top-Kräfte folgen keinem 08/15-Lebenslauf

Studium in Rekordzeit, Praktika und drei Sprachen fließend: Dieser Lebenslauf gilt als Maß aller Dinge für die Karriere. Der Chef der Strategieberatung Roland Berger ermuntert Firmen, neue Suchraster anzulegen - auch bei der Suche nach Spitzenfrauen für die Wirtschaft.

München (dpa) - Die Einführung einer Frauenquote für Spitzenposten in der deutschen Wirtschaft ist nach Ansicht des Unternehmensberaters Burkhard Schwenker überfällig. Der Chef des Beratungsunternehmens Roland Berger warnte nach den jahrelangen Diskussionen vor weiteren Verzögerungen. „Ich bin der Meinung, wir brauchen die Quote, weil der Systemwechsel sonst nicht gelingt“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa in München. „Und genauso wichtig ist es, dass die Politik endlich die richtige Infrastruktur dafür schafft.“

In den vergangenen Jahren habe sich zwar viel bewegt und der Anteil der Frauen auf wichtigen Posten sei deutlich höher als früher. Im Vergleich zu anderen Ländern hinke Deutschland aber hinterher. „Es wäre ein echtes Problem, wenn die Quote jetzt nicht käme.“

Damit haben Familienministerin Manuela Schwesig und ihr Justiz-Kollege Heiko Maas (beide SPD) einen prominenten Fürsprecher aus der Wirtschaft für ihre Pläne, im Jahr 2016 eine verbindliche Frauenquote einzuführen. Für die Aufsichtsräte börsennotierter Konzerne soll dann eine Quote von 30 Prozent vorgeschrieben werden. Schwenker geht davon aus, dass gesetzliche Vorgaben nur für eine begrenzte Zeit notwendig sind, um den Wechsel anzustoßen. In zehn Jahren werde es wohl normal sein, dass Vorstände und Aufsichtsräte mit Männern und Frauen, Deutschen und Ausländern besetzt sind.

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Aquakultur als lukratives Standbein für Landwirte?

Vom Geschäft mit Aquakulturen versprachen sich Landwirte satte Zusatzeinkünfte. Vielerorts hat sich der Traum von der Fischzucht auf dem Bauernhof aber nicht erfüllt. Die Deutschen müssen erst auf den Geschmack kommen.

Gersdorf/Hamburg (dpa) - In den Bassins der Lausitzer Hügelland Agrar AG im sächsischen Gersdorf zappeln gut 30 000 Afrikanische Welse. Die Tiere - unter Kennern als „Clarias gariepinus“ bekannt - werden computergesteuert gemästet. Sie brauchen Wassertemperaturen von etwa 28 Grad. Die Wärme stammt von einer Biogasanlage des Betriebs.

Biogas war seinerzeit der Anreiz für Landwirte, ins Geschäft mit den Welsen einzusteigen. Erst vor ein paar Wochen wurde im bayerischen Burggrumbach die bundesweit zwölfte Aquakultur-Anlage für Clarias eingeweiht. Während man dort den Start noch mit viel Hoffnung begleitet, hat anderswo allerdings schon Ernüchterung eingesetzt.

Der Gersdorfer Fischwirt Robert Moschke sieht ein Imageproblem: „Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht.“ Der Satz trifft freilich allgemein auf Konsumenten zu. Die Deutschen essen im Jahr im Schnitt 15,2 Kilogramm Fisch, verglichen mit anderen Nationen ist man da ein Entwicklungsland. Junge Leute stehen meist auf trendige Sorten. Auf keinen Fall will die „Generation Lachs“ eine Gräte im Essen finden.

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Serial Entrepreneurs: Wenn es nur ums Gründen geht

Die schnelle Umsetzung von neuen Geschäftsmodellen und der Aufbau von Arbeitsstrukturen, um immer wieder neue Unternehmen zu gründen, charakterisieren im Großen und Ganzen den Serial Entrepreneur. Zugleich markiert dieses Verhalten aber auch den Unterschied zum traditionellen Unternehmertum.

Ein Serial Entrepreneur interessiert sich weniger für das laufende Tagesgeschäft eines bereits florierenden Start-Ups als für die Ideenverwirklichung ganz am Anfang einer Gründung, die er mit kreativen und innovativen Geschäftsmodellen umsetzt und entwickelt.

Sobald das Unternehmen größer wird und die Komplexität der internen Strukturen zunimmt, fehlt dem Serial Entrepreneur, anders als dem klassischen Unternehmer, der Anreiz, in diesem Unternehmen weiterzuarbeiten. Schließlich mündet es in der Regel in den Verkauf des Unternehmens oder im besten Fall in die Übergabe des Tagesgeschäftes an einen Manager, beziehungsweise Unternehmer, um sich selbst wieder dem eigentlichen Interesse widmen zu können.

Anders als im Unternehmertum, das sich hauptsächlich der Verwaltung und – sobald die Möglichkeit sich ergab - eines Wachstums des Unternehmens verschrieb, geht es im Serial Entrepreneurship weit dynamischer zu. Hierbei dreht sich alles nur um die Frage, wie kann ich eine innovative Idee in ein profitables Geschäftsmodell packen.

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In Schule und Beruf auf die Leistungskurve achten

Ob in der Schule oder auf dem Arbeitsplatz: Konzentriert arbeiten ist für jeden von uns wichtig. Doch vor allem kurz nach dem Mittagessen, wenn wir am Schreibtisch über den Hausaufgaben oder den letzten Rechnungsschreiben sitzen, nimmt unsere Fähigkeit ab, genau zu arbeiten. Fehlende Konzentration ist meist ein hausgemachtes Problem und kann mit kleinen Tricks minimiert werden.

Zuerst einmal muss man festhalten, dass jeder Mensch seinen ganz eigenen Biorhythmus besitzt. Morgenmenschen können schön früh entspannt und motiviert an die Arbeit gehen – Morgenmuffel dagegen blühen erst später auf. In der Regel ist die Leistungskurve aber bei jedem gleich: Einer hohe Leistungskurve folgen eine kurze Pause und eine weitere kleine Leistungskurve, bis gegen Abend der Akku endgültig leer ist. Was nun aber oft passiert, sind fettige Mittagessen und andere Faktoren, die einem die Arbeit am Nachmittag deutlich erschweren.

Müdigkeit, Stress, Dehydrierung und fehlende Fitness sind die größten Unruhefaktoren, wenn es um fehlende Konzentration geht. Wie schnell ist man schon mal zu spät ins Bett gekommen oder konnte nicht schlafen, weil das Essen schwer im Magen liegt. Fehlender Schlaf führt neben Müdigkeit aber auch zu Stress, da der Körper die fehlende Ruhephase sofort bemerkt und entsprechend reagiert. Generell gilt: Je fettiger das Essen, umso schwerer verdaut der Körper und umso unruhiger ist auch unser Körper.

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Traditionsunternehmen als beliebteste Arbeitgeber

Von Arbeitsverhältnissen wie bei Google oder Facebook können viele deutsche Arbeitnehmer nur träumen. Doch auch hierzulande gibt es Top-Arbeitgeber, die bei Bewerbern und Mitarbeitern äußerst beliebt sind. Aus dem großen Arbeitgeber-Ranking des Beratungsunternehmens Universum Communications geht vor allem hervor, dass sich die meisten Studenten und Berufseinsteiger für zwei Faktoren interessieren: Ein gutes Gehalt und ein angenehmes Arbeitsklima. Doch damit nicht genug: Der perfekte Arbeitgeber sollte zudem abwechslungsreiche Aufgaben, Sicherheit und die richtige Balance zwischen Arbeit und Freizeit bieten.

Der Fachkräftemangel, der die deutsche Wirtschaft immer mehr belastet, eröffnet den Führungskräften von morgen eine starke Verhandlungsposition gegenüber den künftigen Arbeitgebern. Die alternde Gesellschaft sucht händeringend nach einer Kompensation und signalisiert der Jugend, dass sie begehrt sind.

Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) macht deutlich, wie prekär sich das Arbeitsangebot in Deutschland entwickelt. So kommen auf 100 Stellenangebote für Elektrotechniker lediglich 55 Arbeitslose, bei Luft- und Raumfahrttechnikern waren es 57 und bei den Informatikern 61. Die missliche Lage vertieft sich zudem aufgrund der sinkenden Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter. Der Bewerberpool wird immer kleiner. Liegt die Anzahl der Personen zwischen 15 und 65 Jahren heute noch bei 50 Millionen, werden es 2030 nur noch 42 Millionen sein.

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