Ostern naht: Fragen und Antworten rund ums Ei

Von Sebastian Fischer, dpa

An Ostern ist es wieder in (fast) aller Munde: das Ei. Braun oder weiß, Cholesterinbombe oder Nährstofflieferant - fast jeder hat seine eigene Meinung dazu. Aber was stimmt?

Berlin (dpa) - Schon Wilhelm Busch hat es erkannt: «Das weiß ein jeder, wer's auch sei, gesund und stärkend ist das Ei.» Im Schnitt isst jeder Deutsche mittlerweile mehr als 230 Eier im Jahr. Gerade im Ostermonat werden zwei oder drei mehr gekauft, wie das Bundeslandwirtschaftsministerium jährlich mitteilt. Allerdings liegt der Verbrauch in der Vorweihnachtszeit wegen des Backens noch einmal höher. Was es sonst noch zu wissen gibt:

Sind Eier tatsächlich «gesund und stärkend»?

Lange Zeit hatten sie einen schlechten Ruf: Cholesterin, Kalorien, Dioxin - und dann Salmonellen. Doch sie enthalten wichtige Vitamine, Mineralstoffe, Jod, hochwertiges Eiweiß und Lecithin, das die Gedächtnisleistung verbessert und die Nerven stärkt. Wegen des Cholesterins, das ausschließlich im Dotter vorhanden ist, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, nicht mehr als drei Eier pro Woche zu essen. Allerdings hält bei gesunden Menschen der Körper den Cholesterinspiegel unabhängig von der Höhe der Zufuhr konstant.

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Microsoft: Update für 400 Millionen Geräte soll ab 11. April bereitstehen

Windows 10 wird fit für Zukunftstrends wie das Gestalten in 3D oder Mixed Reality. Das rund eineinhalb Jahre alte Betriebssystem wird laut Microsoft weltweit auf 400 Millionen Geräten genutzt.

München (dpa) - Microsoft will sein Betriebssystem Windows 10 mit einem großen Update sicherer und vor allem mit neuen Funktionen attraktiver für Kreative machen. Das «Windows 10 Creators Update» werde ab dem 11. April weltweit verfügbar sein, teilte der Softwarekonzern am Mittwoch mit. Es solle den Anwendern «höchste Sicherheit» sowie neue Funktionen etwa für 3D-Gestaltung bieten. Außerdem öffnet Microsoft das System für die sogenannte Mixed Reality, bei der die reale Umgebung und virtuelle Objekte verbunden werden können.

«Die Nutzer wollen mit ihrem PC heute natürlicher und intuitiver umgehen», sagte Microsoft-Manager Markus Nitschke. In der Hinsicht habe sich in den vergangenen fünf Jahren viel getan. Mit dem neuen Update, das sukzessive und automatisch an alle Nutzer ausgeliefert wird, kommt zum Beispiel eine neue 3D-App für Microsofts Malprogramm Paint. Damit ließen sich dreidimensionale Objekte erstellen, bearbeiten und anschließend auch mit anderen teilen oder drucken, sagte Nitschke. Einen entsprechenden Service biete etwa i.materialise an und bietete den Druck der Exponate in vielen verschiedenen Materialien. Auch in Programme wie Powerpoint sollen sich die Objekte integrieren lassen.

Das Creators Update öffnet Windows 10 auch für «Mixed Reality»-Anwendungen. Microsoft wolle die neue Technologie «demokratisieren» und für alle verfügbar machen, sagte Nitschke. Im Laufe dieses Jahres sollen entsprechende Brillen etwa von Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo ab rund 300 Dollar verfügbar sein. Anders als aktuelle Brillen für Virtual Reality (VR) kann sich der Nutzer damit frei im Raum bewegen, da die reale Umgebung weiterhin erkennbar bleibt.

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G20: Trumps Handschrift in Handelspolitik deutlich erkennbar

Donald Trump will keinen Sieg, sondern «fairen» Handel. Im Kreis der Top-Wirtschaftsmächte aber setzt sich die US-Regierung vorerst durch - und verhindert ein sonst sicheres G20-Zeichen gegen Protektionismus.

Baden-Baden (dpa) - Die führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) steuern auf einen schweren Handels- und Währungskonflikt zu. Die USA haben nach heftigem Widerstand eine Einigung der G20-Staaten auf eine gemeinsame Linie in der Handelspolitik vorerst verhindert. Die Finanzminister und Notenbankchefs konnten sich am Samstag bei ihrem Treffen in Baden-Baden auf kein klares Bekenntnis zu freiem Handel und gegen Protektionismus verständigen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Nachmittag aus Verhandlungskreisen.

Gastgeber Deutschland konnte damit trotz zweitägiger, teils nächtelanger Verhandlungen nur einen Minimal-Konsens erreichen. Womöglich wird nun bis zum G20-Gipfel der Staats- und Regierungschefs Anfang Juli in Hamburg ein neuer Anlauf für eine Einigung genommen. Danach übergibt Deutschland nach etwas mehr als einem halben Jahr den G20-Vorsitz an Argentinien.

Üblicherweise bekennt sich die G20-Gruppe in ihren gemeinsamen Abschlusserklärungen zum Freihandel und erteilt wirtschaftlicher Abschottung und Protektionismus eine Absage. Der seit knapp zwei Monaten amtierende US-Präsident Donald Trump jedoch hatte mehrfach betont, er werde in seiner Handels- und Steuerpolitik amerikanische Interessen über alles stellen. Mit dieser «America-First»-Politik wollten die USA den G20-Konsens aufbrechen.

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Überteuert und veraltet? Der Taschenrechner wird 60

Von Christoph Dernbach, dpa

Der Physiker Jack Kilby stand vor rund 60 Jahren vor einer besonderen Herausforderung. Er suchte für seine bahnbrechende Erfindung des Integrierten Schaltkreises eine Anwendung, die das Potenzial seiner Entdeckung beweisen sollte. Erst Ende März 1967 wurde er fündig.

Dallas/Paderborn (dpa) - Es muss den US-Physiker Jack Kilby vor über 50 Jahren fast in den Wahnsinn getrieben haben, dass sein damaliger Arbeitgeber Texas Instruments den Wert seiner bahnbrechenden Erfindung nicht richtig zur Kenntnis nahm. Im Sommer 1958, während seine Laborkollegen in den Sommerferien weilten, hatte er mit improvisierter Ausrüstung den integrierten Schaltkreis entwickelt, den ersten Mikrochip der Welt. Es sollte noch einmal fast zehn Jahre dauern, bis er mit dem Prototyp eines ersten Taschenrechners eine Perspektive für den Mikrochip aufgezeigen konnte.

Kilby kam auf die Idee, Transistoren, Widerstände und Kondensatoren in einer einzigen Schaltung auf Basis eines Halbleiters zu vereinen. Er montierte 1958 den ersten «Integrierten Schaltkreis» auf einem Glasplättchen mit einem Stück Germanium und mit Drähten dran. 1959 fertigte der Physiker Robert Noyce in der kalifornischen Firma Fairchild ebenfalls einen Mikrochip, er wählte eine Schaltung aus Silizium. Kilby ließ seinen Schaltkreis mit dem Patent 3.138.743 schützen, darum wurde dann vor Gericht gestritten. Erst nach zehn Jahren wurde ein Vergleich erzielt.

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Energiewende-Pfusch sorgte für Horrorjahr bei Stromkonzernen

Von Rolf Schraa, dpa

Rekordverluste bei RWE und Eon. Sparprogramme, die Mitarbeitern Angst machen. Die Energiebranche hat 2016 ein Schreckensjahr erlebt. Für 2017 versprechen die Konzernchefs leichte Besserung - dabei zahlen die Endkunden immer höhere Preise.

Essen/Düsseldorf (dpa) - Milliarden-Abschreibungen, Rekordverluste und obendrein Flaute für teure neue Windkraftwerke durch ungünstiges Wetter: Die Energiebranche hatte 2016 ein rabenschwarzes Jahr. Das zeigt die Bilanzsaison der Stromkonzerne, die am Mittwoch mit dem 16-Milliarden-Euro-Minus bei Eon einen Höhepunkt erreichte. Offen ist von den großen Anbietern noch EnBW, wo erst zum Monatsende Daten vorliegen. Für die ersten drei Quartale gab es auch dort Verluste.

Eon, RWE, Uniper, Vattenfall - alle Energieriesen mit Ausnahme von Innogy mussten roten Zahlen hinnehmen und viele Milliarden auf ihre Gas- und Kohlekraftwerke abschreiben, weil die staatlich geförderte Konkurrenz von Wind- und Sonnenstrom sie aus dem Markt drückte. Hinzu kamen die Lasten des Atomausstiegs. Besonders spektakulär traf es zuletzt Eon. Ein Fehlbetrag von 16 Milliarden Euro ist einer der höchsten Verluste überhaupt in der deutschen Wirtschaftsgeschichte.

Das dürfte auch Eon-Chef Johannes Teyssen persönlich unter Druck setzen, der mit der Aufspaltung des Unternehmens als einer der ersten Spitzenmanager auf die Veränderungen der Energiewende reagiert hatte. «Herr Teyssen wird eine schwere Zeit haben in den nächsten Wochen», sagt Thomas Deser von der Fondsgesellschaft Union Investment, die knapp ein Prozent an Eon hält. Dabei liegt nicht alles am politischen Rahmen. Teyssen räumte auch eigene Fehler etwa bei den Auslandsengagements ein: «Der Einstieg in Brasilien war ein Flop.»

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