Google: Computer-Uhren mit neuen Schwerpunkten

Google ließ sich nahezu drei Jahre Zeit mit der zweiten Version seines Betriebssystems für Computer-Uhren. Android Wear 2.0 setzt nun den Fokus stärker auf Fitness-Anwendungen und Kommunikation.

Mountain View (dpa) - Google macht einen neuen Anlauf im Smartwatch-Geschäft mit einem aufgefrischten Betriebssystem. Android 2.0 sei stärker auf Fitness und Kommunikation ausgerichtet und lasse sich leichter anpassen, sagte der zuständige Produktmanager Davis Singleton der Deutschen Presse-Agentur. «Wir haben uns sehr genau angesehen, welche Funktionen die Leute wirklich nutzen und die Software entsprechend angepasst.» Direkt in die Wear-Software eingebunden wird der Google Assistant, der Anfragen von Nutzern mit Unterstützung künstlicher Intelligenz beantworten kann.

Als ein erstes Referenzmodell für die neue Software wurde am Mittwoch zudem eine gemeinsam mit Google entwickelte LG-Uhr vorgestellt. Sie hat im Gegensatz zur marktführenden Apple Watch ein rundes statt viereckiges Display und kann in der Sport-Version direkt ins Mobilfunknetz gehen. Zugleich hat sie ähnlich dem Apple-Bedienkonzept einen Drehknopf zum Bewegen der Bildschirm-Anzeige.

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Verbraucherpreise in Deutschland wieder im Steigen begriffen

Von Friederike Marx und Jörn Bender, dpa

Lange dümpelte die Inflation nahe der Nulllinie. Sprit und Heizöl wurden immer billiger. Doch inzwischen ziehen die Verbraucherpreise wieder an - so auch im Januar wieder. Was sind die Gründe und wie gefährlich ist die Entwicklung?

Frankfurt/Main (dpa) - Nach einem überraschend kräftigen Sprung der Inflation im Dezember sind die Verbraucherpreise in Deutschland im Januar noch etwas kräftiger gestiegen. Ökonomen sehen dennoch keinen Grund zur Sorge.

Wie haben sich die Verbraucherpreise zuletzt entwickelt?

Die Zeiten extrem niedriger Teuerungsraten nahe der Nullmarke scheinen vorerst vorbei zu sein. Mit 1,9 Prozent gab es im Januar 2017 nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes den kräftigsten Sprung seit Juli 2013. Schon im Dezember hatte die Inflation mit 1,7 Prozent deutlich angezogen.

Warum zieht die Inflation wieder an?

Vor allem die Preisentwicklung bei Energie dämpfte lange Zeit den Anstieg der Teuerung. Seit Mitte 2014 wurde Rohöl vor allem infolge der weltweiten Überproduktion deutlich günstiger. Ende vergangenen Jahres drehte der Trend. Der Ölpreis, der im Dezember 2015 noch bei 38 Dollar je Barrel (159 Liter) lag, stieg kräftig auf mehr als 50 Dollar. Das Ölkartell Opec und andere Förderstaaten hatten sich geeinigt, die Produktion zu verringern, um den Preis für das «schwarze Gold» nach oben zu treiben.

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Landwirtschaft: Gemischte Gefühle zu Beginn des Jahres

Von den dpa-Korrespondenten

Dürre in Kenia, Billigimporte in Lateinamerika, verseuchte Ackerflächen in China. Landwirte rund um den Globus haben im vergangenen Jahr zahlreichen Problemen getrotzt. Mancherorts könnte es 2017 schlimmer werden - doch es gibt Lichtblicke.

Peking/Mexiko-Stadt (dpa) - Geflügel und Wild, Hülsenfrüchte und Obst. Zwischen den Jahren kommt vielerorts mehr und besseres Essen auf den Tisch als üblich. Doch wie geht es eigentlich denen, die maßgeblich dafür sorgen, dass bei anderen etwas auf dem Teller landet - den Bauern? Eine wirtschaftlich-kulinarische Rundreise um die Welt.

LATEINAMERIKA:

Mexikos Kleinbauern treibt die Sorge vor zunehmendem Freihandel um. Angesichts bestehender und geplanter Freihandelsabkommen fürchten sie einen ruinösen Preiskampf bei Agrarprodukten. Bereits mit dem nordamerikanischen Freihandelsabkommen Nafta haben die mexikanischen Kleinproduzenten schlechte Erfahrungen gemacht, jetzt soll auch noch die Transpazifische Partnerschaft (TPP) kommen und die EU will künftig ihre Überproduktion in Lateinamerika losschlagen.

«Die Kleinbauern können mit den subventionierten Importen preislich nicht konkurrieren», sagt Víctor Suárez, geschäftsführender Direktor des mexikanischen Kleinbauernverbands Anec. «Vom Freihandel profitieren nur die Großbetriebe.» In Mexiko arbeiten insgesamt 5,5 Millionen Menschen in der Landwirtschaft. Die Branche trägt vier Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei.

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Aus für "schrecklichen Deal": Nach TPP-Aus wittert China seine Chance

Bangkok (dpa) - Auf der anderen Seite des Pazifiks, viele tausend Kilometer entfernt von den USA, von Washington und vom Weißem Haus, gab es am Dienstag ein ziemlich böses Erwachen. Mit dem Beschluss, das Handelsabkommen TPP aufzukündigen, noch bevor es in Kraft ist, stößt Donald Trump viele Partner in Asien und im Pazifikraum vor den Kopf. Nach und nach, abhängig von der Zeitzone, meldeten im Lauf des Morgens von Neuseeland bis Japan fast alle Beteiligten ihr Bedauern an.

Im Unterschied zu den aktuellen Tönen aus Washington wurde allerdings die diplomatische Höflichkeit gewahrt. Die Japaner - Meister in solchen Dingen - äußerten die Hoffnung, den neuen US-Präsidenten doch noch zum Umdenken bewegen zu können. Ministerpräsident Shinzo Abe will persönlich vorstellig werden, um Trump die strategische und wirtschaftliche Bedeutung der Trans-Pazifischen Partnerschaft (TPP) klarzumachen: immerhin ein Wirtschaftsraum mit 800 Millionen Leuten und fast 40 Prozent des Welthandels.

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Zehn Jahre iPhone: Ein Meilenstein der mobilen Kommunikation

Von Christoph Dernbach, dpa

Vor zehn Jahren stellte Apple das erste iPhone vor. Damals konnte sich kaum jemand vorstellen, dass Marktführer wie Nokia von der Bühne verschwinden würden. Das iPhone fasziniert noch immer die Massen, auch wenn Kritiker inzwischen Innovationen von Apple vermissen.

San Francisco (dpa) - Als Apple-Chef Steve Jobs am 9. Januar 2007 auf die Bühne der Macworld-Konferenz trat, rechneten die Besucher bereits mit der Premiere eines Smartphones von Apple. Doch zwischenzeitlich sorgte Jobs für Verwirrung im Publikum: «Heute stellen wir Ihnen drei revolutionäre Produkte vor: Das erste ist ein Breitbild-iPod mit Touchscreen. Das zweite ist ein umwälzendes Handy. Und das dritte ist ein neues Internet-Kommunikationsgerät, das einen echten Durchbruch bedeutet.» Sollten hier tatsächlich drei neue Apple-Geräte angekündigt werden?

Jobs wiederholte diese Aufzählung so oft, bis dem letzten Besucher im Moscone Center in San Francisco dämmerte, was er meinte: «Das sind nicht drei separate Geräte, sondern nur ein einziges. Wir nennen es iPhone.» Apple erfinde das Telefon neu, sagte Jobs. Wie sich herausstellte, erfand Apple viel mehr - einen Weg, wie man einen vollwertigen Computer bequem unterwegs nutzbar machen kann.

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