Höhenflug der Weltbörsen: Droht ein böses Erwachen?

Frankfurt/Main (dpa) - An den Börsen rund um den Globus herrscht Partystimmung: Die ultralockere Geldpolitik der großen Notenbanken treibt Dax & Co. seit Jahresbeginn von einem Rekord zum nächsten. Wasser in den Wein goss zuletzt allerdings der bekannte US-Investor Carl Icahn: Er zeigte sich angesichts des erreichten Kursniveaus vorsichtig. Droht demnächst ein Kurssturz oder gar ein Börsencrash?

Die Zahlen sind eindrucksvoll: Rund 1500 Punkte gewann der Dax seit Jahresanfang hinzu, erstmals in seiner 25-jährigen Geschichte knackte der deutsche Leitindex die Marke von 9000 Punkten. An der Wall Street nahm der Dow Jones die Hürde von 16 000 Zählern.

Viele Beobachter sind zuversichtlich, dass die gute Stimmung anhält, solange die Geldschwemme der Notenbanken weitergeht. „Die Situation dürfte sich erst ändern, wenn die US-Notenbank den Hebel umlegt und mit dem schrittweisen Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik beginnt“, sagt Fidel Helmer, Leiter des Wertpapierhandels der Privatbank Hauck & Aufhäuser.

Ein Ende des Billiggeldes in den USA und Europa zeichnet sich derzeit allerdings nicht ab. Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, bekräftigte nach der jüngsten Zinssenkung das Billiggeld-Versprechen der Notenbank: Der EZB-Rat gehe davon aus, dass die Zinsen im Euroraum für einen längeren Zeitraum auf dem aktuellen Niveau oder darunter liegen werden.

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Peru: Chinesischer Ölkonzern steigt in großem Umfang ein

Peking (dpa) - Der chinesische Ölkonzern China National Petroleum Corporation (CNPC) hat für rund 2,6 Milliarden US-Dollar (1,9 Mrd. Euro) Öl- und Gasvorkommen in Peru gekauft. In einer Mitteilung an der Hongkonger Börse verkündeten der größte chinesische Ölproduzent und sein dort gelisteter Arm Petrochina am Mittwoch das Geschäft mit dem brasilianischen Ölunternehmen Petróleo Brasileiro (Petrobras).

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Kaffee-Anbauländer befürchten Krise infolge niedriger Preise

Mexiko-Stadt/Rio de Janeiro (dpa) - Nelson Ramírez ist sauer. Der Kaffeebauer aus der Ortschaft Santa Bárbara in Costa Ricas Provinz Heredia schuftet jeden Tag auf seinen Plantagen, aber die harte Arbeit lohnt sich kaum noch. „Man muss kein Genie sein, um auszurechnen, dass ich noch nicht mal mehr die Produktionskosten decken kann“, sagt Ramírez.

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