International Games Week: Branche weiter auf Wachstumskurs

Für sieben Tage wird die Hauptstadt zum «Spielplatz». Die International Games Week lockt mit einem breit gefächerten Programm Branchenkenner und Spiele-Fans gleichermaßen nach Berlin.

Berlin (dpa) - Mit der Games Week ist am Montag eine der wichtigsten Veranstaltungen der Computerspiele-Branche in Berlin gestartet. Mit über zehn verschiedenen Events will die Dachmarke sowohl Experten und Branchenkenner, als auch Games-Enthusiasten und Familien ansprechen. Offiziell eröffnet wurde die siebentägige Veranstaltungsreihe am Montagabend auf dem Opening Summit mit Vertretern aus der Branche und der Politik.

«Ich freue mich auf die Woche, in der die Hauptstadt unser Spielplatz wird», sagte Michael Liebe, Leiter der Games Week. Die Veranstalter erwarten vom Montag bis zum 30. April rund 15 000 Besucher. Unter dem Motto «No games, no future» will sich die Branche vor allem auch als wichtiger Wirtschaftsfaktor präsentieren und die wachsende gesellschaftliche Bedeutung von Spielen in den Vordergrund rücken. 

«Computerspiele made in Germany machen Spaß, sind innovativ und außerdem ein wertvolles Wirtschafts- und Kulturgut mit internationaler Strahlkraft», sagte Dirk Wiese (SPD), Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Nach Angaben des Branchenverbands BIU wurde mit Soft- und Hardware 2016 ein Umsatz von 2,9 Milliarden Euro in Deutschland erwirtschaftet und übertrifft damit zum Beispiel die Kino- und Fernsehbranche.

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Adidas will Serienfertigung im 3D-Druck einleiten

Die Pilotphase ist abgeschlossen, die ersten 500 Paar Sportschuhe sind bereits produziert - demnächst soll die Speedfactory von Adidas in Ansbach die Serienproduktion aufnehmen. Das Ziel ist klar umrissen: Schneller auf Trends und Kundenwünsche reagieren können.

Herzogenaurach (dpa) - Der Sportartikelhersteller Adidas will voraussichtlich im Herbst mit der Serienfertigung von Sportschuhen aus dem 3D-Drucker beginnen. Die Sportschuhe sollen zunächst in der Speedfactory in Ansbach, später auch in einer entsprechenden Fabrik in Atlanta/USA produziert werden, teilte Adidas am Freitag mit. Mittelfristig sollen in jeder der flexibel produzierenden Fabriken jährlich rund 500 000 Paar Sportschuhe hergestellt werden.

Das Dax-Konzern will damit flexibler auf Trends reagieren und mit neuen Produkten rascher auf den Markt kommen, erläuterte eine Adidas-Sprecherin. Bisher dauere es von der Entwicklung eines Schuhs bis zum Verkauf der ersten paar Schuhe rund 18 Monate; dieser Zeitraum soll in den Speedfactorys deutlich verkürzt werden. Die Fabrik in Atlanta befinde sich bereits im Bau. In Ansbach solle die Produktion im Lauf des Sommers langsam hochgefahren werden.

In den Speedfactorys soll künftig auch ein neuartiges Herstellungsverfahren integriert werden, das erstmals bei einem neuen Schuhmodell, dem «Futurecraft 3D», angewandt wird. Das Modell werde sich im Wesentlichen durch seine innovative Herstellung der Zwischensohle von anderen Sportschuhen unterscheiden. Im Herbst sollen davon zunächst 5000 Paar in die Läden kommen, kündigte die Adidas-Sprecherin an. Schon nächstes Jahr sollen es 100 000 sein.

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Intelligente Roboter als Leitthema der Hannover Messe

Von Ralf E. Krüger, dpa

Roboter werden immer intelligenter - und können immer präzisere Vorhersagen zum menschlichen Verhalten machen. Die Hannover Messe verspricht konkrete Antworten auf die Frage, wie sie Unternehmen nutzen können. Die Fertigung wird zunehmend flexibler gestaltet.

Hannover (dpa) - Auf der Suche nach Industrietrends und neuen Geschäftsmodellen kommen rund 6500 Aussteller und wohl 200 000 Besucher von Montag an zur Hannover Messe. Bei der fünftägigen Leistungsschau wollen sie selbst sehen, was es unter dem Schlagwort digitaler Wandel bereits an konkreten Anwendungsbeispielen für die Industrie von morgen («Industrie 4.0») gibt. Denn die Messe gilt zunehmend als Orientierungs-Plattform bei der Frage, welchen konkreten Nutzen die technischen Innovationen für die Betriebe haben. Messe-Schwerpunkte sind unter anderem:

ROBOTER: Roboter sind diesmal DAS Trendthema der Messe. Vor allem die Industriehelfer ermöglichen, in immer neue Dimensionen vorzustoßen. Ob in der Fertigung, der Logistik oder im privaten Haushalt: die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter wird ausgefeilter. Der Hersteller Festo etwa zeigt einen pneumatischen Leichtroboter, der dem menschlichen Arm nachempfunden ist und feinfühlige Bewegungen ausführt. Von Franka Emika kommen dazu sogenannte Roboter-Apps, die das Programmieren dieser mechanischen Helfer mit ihren hochkomplexen Fähigkeiten zur Minuten-Sache machen.

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Deutsche Wirtschaft gesund – global aber Bedenken wegen Protektionismus

Berlin/Brüssel (dpa) - Der Arbeitsmarkt brummt, der schwache Euro stützt die Exporte: Führende Wirtschaftsforschungsinstitute trauen der deutschen Wirtschaft ein etwas stärkeres Wachstum zu als zuletzt angenommen, wie aus der am Mittwoch in Berlin vorgelegten Gemeinschaftsprognose hervorgeht. Rückenwind kommt auch von der anziehenden Weltwirtschaft. Handelsbarrieren könnten die exportorientierte deutsche Konjunktur dagegen empfindlich treffen.

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten für dieses Jahr einen Anstieg des deutschen Bruttoinlandsproduktes von 1,5 Prozent, 2018 sollen es dann 1,8 Prozent sein. In ihrem Herbstgutachten waren die Ökonomen von geringeren Zuwächsen von 1,4 Prozent und 1,6 Prozent ausgegangen.

Getragen wird das Wachstum nach Einschätzung der Experten unter anderem von den privaten Konsumausgaben, die voraussichtlich aber weniger stark zulegen. Der Export dürfte hingegen von der Erholung der Weltwirtschaft profitieren. Hinzu kommt der schwache Euro, der Produkte «Made in Germany» auf dem Weltmarkt billiger macht. Das kann die Nachfrage ankurbeln. Die Ökonomen rechnen auch damit, dass die Unternehmen ihre Zurückhaltung aufgeben und mehr in Maschinen und andere Ausrüstungen investieren.

Im vergangenen Jahr war die deutsche Wirtschaft noch um 1,9 Prozent gewachsen - getrieben von der Konsumlaune der Verbraucher, den Ausgaben des Staates unter anderem für die Unterbringung und Versorgung Hunderttausender Flüchtlinge und dem Bauboom. Das etwas schwächere Plus in diesem Jahr führten die Experten auch darauf zurück, dass es 2017 mehr Feiertage gibt.

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Reiselust: Mittelmeer bleibt voran – Fernreisen werden aber beliebter

Kiel (dpa) - Mehr Flugverbindungen und günstigere Preise treiben die Nachfrage nach Fernreisen an. Im vergangenen Jahr machten die Bundesbürger 5,3 Millionen Urlaubsreisen in Länder außerhalb Europas und des Mittelmeerraumes. Das waren 23 Prozent mehr als 2010, wie aus der Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) hervorgeht. «Immer mehr Menschen können sich den Traum von exotischen Ländern erfüllen. Es gibt mehr Flugverbindungen und Fernreisen sind erschwinglicher geworden», sagte Martin Lohmann, Geschäftsführer des Instituts für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa (NIT) der Deutschen Presse-Agentur. Der Marktanteil liege mittlerweile bei knapp 8 Prozent (2010: 6,5 Prozent).

Am beliebtesten war zuletzt Süd-Ostasien vor Nordamerika. Das leicht gesunkene Interesse an Zielen auf der anderen Seite des Atlantiks führte Lohmann in erster Linie auf den stärkeren Doller zurück, der Trips in die USA verteuert. Dass Urlauber aus Deutschland wegen der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten auf Reisen in die Vereinigten Staaten verzichteten, könne er nicht feststellen.

Zwar sind Fernreisen im Vergleich zu einem Urlaub am Mittelmeer oder in Deutschland im Schnitt immer noch teurer. Allerdings sind die Ausgaben für ferne Ziele seit 2010 den Angaben zufolge langsamer gestiegen (plus 15 Prozent) als für Urlaubsreisen insgesamt (plus 20 Prozent). Der Abstand wird also kleiner.

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Hamburg: AIX präsentiert die Zukunft des Fliegens

Von Andreas Albrecht und Christophe Gateau, dpa

Wie fliegen wir künftig? Visionen gibt es auf der Hamburger Messe AIX, auf der sich alles um die Flugzeugkabine dreht. Ob bequeme Sitzmöbel und die coole Getränkebar wirklich für alle kommen, scheint angesichts des Preiskampfes in der Branche zumindest fraglich.

Hamburg (dpa) - In den 1960er-Jahren war das Highlight für Erste-Klasse-Passagiere noch der frisch aufgeschnittene Schinken und Fassbier direkt am Sitz serviert. Heute muss es schon ein 70 000-Euro-teurer Sessel mit Sitzheizung und Massagefunktion sein. Doch der Kampf um die in diesem Jahr wohl weltweit rund vier Milliarden Passagiere findet natürlich auch in der «Holzklasse» statt. Auf der Hamburger Leitmesse Aircraft Interiors Expo dreht sich alles um das Innenleben, das im Schnitt bei jedem Flugzeug fünf Mal komplett ausgetauscht wird. Der allgemeine Trend ist erkennbar: Die Kabine wird individueller.

Noch ist es Zukunftsmusik: Der Passagier geht an Bord der nicht ausgebuchten Maschine, da hat die freundliche Crew die letzte Sitzreihe im Handumdrehen zusammengeklappt und verschiebt die Sitze davor, um so kurz vor Abflug für mehr Beinfreiheit zu sorgen. Das Konzept könnte den Fluggesellschaften zusätzlich Umsatz bringen, wenn eine Airline beim Einstieg für mehr Zentimeter die Hand offen hält. Die Idee stammt unter anderem vom Flugzeugbauer Airbus, der zudem auf der Messe verkündet, seinen Ladenhüter A380 jetzt mit noch mehr Sitzen attraktiver für die Airlines zu machen. Aber damit nicht auch unattraktiver für die Passagiere, wenn das Flaggschiff bis zu 575 Sitze in vier Klassen zählen könnte?

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